Ubuntu Children’s Literacy Centre Uganda – Aufbau eines Schulzentrums

Projekt-Infos

Träger: Ubuntu Children’s Literacy Centre Mutolere, Uganda
Organisation und Kooperationspartner in Deutschland:
Freunde für Freunde gUG für Entwicklungshilfe (Friends for Friends)

Ubuntu Children’s Literacy Centre: Planung, Aufbau und Betrieb der Schule seit 2017
Geschäftsführer Uganda: Pontius Mayunga

Anzahl der Schüler/-innen: 120 Kinder Stand: 2025 – 150 Kinder Stand: 2026
Anzahl des Lehr- und Hauswirtschaftspersonals: 3 Lehrerinnen und 3 Lehrer plus 3 Hauswirtschaftshelfer Stand: 2025

Freunde für Freunde gUG: gegründet 2018
Gesellschafter und Geschäftsführer: Silvia Beller und Michael Arns
Koordinatorin: Marliese Arns

Projekt-Standort: Mutolere, Uganda

Projekt: Unterstützung des Aufbaus des Schulzentrums (Pre-, Primary- und Secondary-School)

Unsere Förderung:
Kosten für ein Schulzelt in Höhe von 6.500 € (Pre- und Primary-School)
Förderzeitraum: 1. Halbjahr 2023

Kosten für Schulmobiliar für das erste feste Schulgebäude in Höhe von 5.700 €
Förderzeitraum: 2025

Kosten für ein weiteres Schulzelt in Höhe von 13.000 € (Secondary School)
Förderzeitraum: 2026

Marliese und Michael Arns sind seit 20 Jahren regelmäßig in Mutolere vor Ort und unterstützen seither die Menschen nachhaltig und partnerschaftlich mit mehreren Projekten. Es besteht mittlerweile ein großes Netzwerk mit Helfern im Ort, die sich für Bildung und Ausbildung ihrer Freunde in Uganda einsetzen.

Ein Projekt ist der Aufbau des „Ubuntu Children’s Literacy Centre“. „Ubuntu“ ist ein Bantu-Wort, das auch im örtlichen Rufumbira-Dialekt gesprochen wird und sinngemäß bedeutet: Gemeinschaft und Zugehörigkeit leben und entwickeln. Wörtlich übersetzt: „Ich bin, weil wir sind!“

Schulkinder in gelben und violetten Schuluniformen stehen an bunten Tischen in einem Klassenraum mit einer großen Tafel. Vor der Tafel stehen drei Erwachsene, darunter zwei Europäerinnen.

Der Projektträger

Im Südwesten Ugandas haben etwa 100.000 Kinder kein Zuhause. Trotz der allgemeinen Schulpflicht können sich viele, vor allem Mädchen, weitergehende Bildung nicht leisten. Für viele Kinder ist das Mittagessen in der Schule die einzige Mahlzeit am Tag. Am Wochenende gibt es eine Versorgung von besonders bedürftigen Kindern am Krankenhaus, zurzeit sind es ca. 600 Kinder. Hier unterstützt „Freunde für Freunde“ in Zusammenarbeit mit mehreren Organisationen.

Um die Not der Kinder zu lindern wurde 2018 die gemeinnützige Gesellschaft „Freunde für Freunde“ in Neuss gegründet. Viele Kinder und deren Familien werden seitdem durch ein Patenschafts-Programm unterstützt. Dieses Engagement führt insgesamt zu einer großen Entlastung und Ermutigung in der örtlichen Gemeinschaft. Zur Zeit gibt es ein „Agriculture Project“, das von James, einem ehemaligen Patenkind und diplomierten Landwirt geleitet wird. In Zukunft wird es auch Englischkurse für Menschen geben, die die Schule abgebrochen haben oder diese Sprache neu lernen wollen. Weitere Bildungsangebote für Erwachsene aus der dörflichen Umgebung sind geplant.

Die Mitarbeitenden von „Freunde für Freunde“ arbeiten ausschließlich ehrenamtlich.

Ubuntu Children’s Literacy Centre – Pre-, Primary und Secondary School

Im „Ubuntu Children’s Literacy Center“ sollen Mädchen und Jungen in allen Altersgruppen von der Vorschule bis zum Primary-Schulabschluss in kleineren Klassen als sonst üblich unterrichtet werden. Zielgruppe sind Kinder von Eltern, die Schulgebühren bezahlen können sowie Kinder aus Patenschaften. Es können auch Kinder mit körperlichen Behinderungen in die Schule kommen. Die pädagogischen Inhalte resultieren einerseits aus der Montessori-Pädagogik und aus dem Curriculum des Staates Uganda.

Hierzu gehören dann auch praktische Arbeiten wie Gartenarbeit, Nähen und Handwerken. Wichtig ist uns dabei die Förderung des selbstbestimmten und eigenständigen Lernens jedes Kindes entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen („Hilf mir es selbst zu tun“).

Gruppe von Erwachsenen sitzt in einem Zelt, zwei heben die Hand und sprechen mit einem stehenden Mann zu, der sich nach vorne beugt.
20 Kinder sitzen auf Stühlen oder liegen auf der Wiese vor dem weißen Schulzelt. Ein Erwachsender sitzt in der Mitte der Kindergruppe, eine Frau steht im Vordergrund. An der Zeltwand sind Fotos befestigt.

Im „Ubuntu Children’s Literacy Centre“ werden Elternworkshops zu Erziehungsfragen angeboten werden. Diese Art der Elternarbeit ist vor Ort ein neues Konzept, das ein neues Verständnis für Kinder vermittelt. Es wird eine Erziehungsweise nachvollziehbar gemacht, die z. B. die Strafe ablehnt und stattdessen mit Ermutigung und Konsequenz arbeitet.

Die ersten festen Gebäude wurden bis 2023 errichtet: ein Wächterhäuschen, eine Küche, Toiletten, die Einfriedung des Grundstücks und der Spielplatz. Beim Bau der Schule werden jeweils die Helfer von einem Fachhandwerker ausgebildet, so dass diese dann künftig selbst als Fachhandwerker arbeiten und weitere Kollegen ausbilden können.

Zunächst wurden die Kinder in einem großen Zelt unterrichtet, das für mittlerweile vier Klassen unterteilt wurde. Das neue Schulgebäude wurde im Sommer 2025 fertig gestellt und zu Beginn des dritten Schulterms 2025 bezogen. Dafür wurden neue Schulmöbel angeschafft.

Kinder sitzen an bunten Tischen und Stühlen in einem Klassenraum und schreiben in Hefte. Sie tragen gelbe T-Shirts mit der Aufschrift: empower me, do it myself.
Klassenzimmer mit bunten Tischen und Stühlen vor einer großen Tafel mit englischen Zahlen und Zeichnungen.

Und es wird weitergedacht für ein zweites Schulgebäude auf dem Nachbargrundstück. Dieses zweite Schulgebäude soll langfristig die Klassen 4, 5, 6 und 7 aufnehmen und zusätzlich ein notwendiges Internat enthalten.  Die Baupläne dafür sind fertig, nun muss Geld dafür gesammelt werden. Bis es so weit ist, ist die Anschaffung für ein weiteres Schulzelt notwendig, um den vollständigen Schulbetrieb zu gewährleisten.

Das erste Schulzelt benötigt nun eine Renovierung und wird wie das zweite Zelt für den Unterricht an Schultagen, für Ferienangebote und am Wochenende für Weiterbildungsangebote im Sinne einer Volkshochschule für Eltern genutzt.

Warum wir uns für das Projekt engagieren

Beeindruckend ist für uns die Art und Weise, wie „Freunde für Freunde“ seit vielen Jahren verlässlich und auf Augenhöhe die Menschen in Mutolere und Kisoro unterstützen. Im Vordergrund stehen die Nachhaltigkeit der Projekte und die Hilfe zur Selbsthilfe.

In den vielen Jahren, in denen wir Freundschaft mit den Menschen von Kisoro und Mutolere geschlossen haben, sind wir die, die vom Leben dort lernen konnten und die, die im Herzen beschenkt wurden. Who is the giver and who is the taker?

Silvia Beller und Michael Arns, Gesellschafter/-in und Geschäftsführer/-in

Ausblick

Wir bewundern den Mut und die Ausdauer des Ehepaares Arns, Frau Beller und den vielen engagierten Freunden in Deutschland und Uganda vor Ort, sich für ein lebenswertes Dasein und die Entwicklung einer guten Zukunft für die Menschen in Uganda zu engagieren. Wir freuen uns über die Berichte, die uns über den Fortschritt der Schule erreichen. Wir bleiben in Kontakt und können sicherlich auch in Zukunft das Schulprojekt weiter unterstützen.